URL-Shortener: Kurzer Prozess

22 06 2009

Dienste wie Tinyurl.com und Bit.ly machen Schluss mit ellenlangen Links. Twitter brachte diesen Diensten unzählige neue Nutzer ein. Venture-Kapitalisten sehen darin bereits jetzt neue Web-2.0-Wunderkinder. Doch die kurzen Links haben auch ihre Kritiker.

Alles begann mit einem Balanceakt. Als Webmaster eines Forums für Einradfahrer hatte Kevin Gilbertson immer wieder mit überlangen Links zu kämpfen. Unverändert wiedergegeben hätten diese Links das Layout seines Forums zerstört. Mit erzwungenem Zeilenumbruch kam es dagegen zu Problemen beim Copy & Paste. Gilbertson entschied sich deshalb 2002 für einen dritten Weg: Er startete ein Web-Angebot, das automatisch kurze und griffige Weiterleitungsadressen für lange Links erstellte.

Seine Website hörte auf den Namen Tinyurl.com, und die Idee dieser kurzen Links verbreitete sich wie ein Lauffeuer. E-Mail-Nutzern gefiel, dass sie diese kompakten Adressen ohne weiteres an Freunde und Bekannte weiterleiten konnten. Web-Foren lösten damit ähnliche Probleme wie Gilbertson und seine Einradfahrer. Und Chat-Teilnehmer hatten endlich die Möglichkeit, Links auszutauschen, ohne mit ellenlangen Netzadressen den Gesprächsfluss zu stören.

Bei Twitter zählt jedes Zeichen

Tinyurl.com hat seit 2002 mehr als 240 Millionen Links gekürzt. Jeden Monat verzeichnet der Dienst mehr als zwei Milliarden Zugriffe auf diese Websites. Lange Zeit hatte Tinyurl.com damit ein Beinahemonopol. Doch in den letzten Monaten sind plötzlich zahlreiche Angebote im Netz aufgetaucht, die sich ebenfalls kurzen und griffigen Links verschrieben haben.

Auslöser der Schwemme dieser “URL-Shortener” ist die wachsende Popularität des Microblogging-Diensts Twitter. Nachrichten sind bei Twitter auf 140 Zeichen beschränkt. Twitter-Nutzer sind deshalb auf Dienste wie Tinyurl.com angewiesen, um zusätzlich zu einem Link noch eigene Kommentare verschicken zu können.

Im Gegensatz zum per E-Mail verschickten Link zählt dabei auf Twitter jedes einzelne Zeichen. Linkverkürzer setzen deshalb gerne auf ungewöhnliche Top-Level-Domains und kreative Domain-Namen, um möglichst kurze Adressen zu produzieren. Zu den populärsten Diensten auf Twitter gehören derzeit Bit.ly, Is.gd, Owl.ly und Tr.im.

 

mehr: http://futurezone.orf.at/stories/1605630/

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